Fachkräftemangel: Kurse gegen Personalmangel in der Gastronomie

Das Projekt „Kick-Start“ will Menschen ohne Berufsabschluss oder mit Fluchterfahrung auf einfache Jobs in der Küche oder im Service vorbereiten. Das soll ihnen und den Arbeitgebern helfen.

Mit mehrmonatigen Kursen will der Branchenverband Dehoga in Frankfurt Personal gewinnen, um den Mangel an Mitarbeitern im Service und in der Küche zu mildern. Das Projekt „Kick-Start“ richtet sich an Asylbewerberinnen und -bewerber, Langzeitarbeitslose und Ungelernte, die in den Kursen für Helferjobs vorbereitet werden.

Das Vorhaben befindet sich im Aufbau, wie Kerstin Junghans sagt, Geschäftsführerin Frankfurt/Rhein-Main beim Hotel- und Gastronomieverband. Im November begannen die ersten Kurse in Frankfurt, derzeit läuft der zweite Durchgang. 

„Der Fachkräftemangel macht den Betrieben das Leben schwer, es fehlen Mitarbeiter auf allen Ebenen“, sagt Junghans. „Kick-Start“ sei praxisnah und solle eine wirkliche Integration in den Arbeitsmarkt fördern. Dehoga arbeitet mit der Agentur für Arbeit zusammen, die die Kursteilnahme über Bildungsgutscheine finanziert. 

Sprache und Praxis

Die Kurse schließen mit einem Zertifikat ab, das die je nach Kurs zwei- oder dreimonatige Teilnahme nachweist. Sie beinhalten auch ein Praktikum, das bei der Vernetzung mit künftigen Arbeitgebern helfen soll. Ein drittes, auf die Hotellerie ausgerichtetes Angebot, Housekeeping, soll in diesem Jahr etabliert werden. Mit dabei ist in jedem Fall ein berufsbezogener Sprachunterricht.

Es gehe um Einarbeitung, die in einem Betrieb sehr viel Kapazität binden würde, sagt Junghans. Mit dem Abschluss seien die Teilnehmer bereit, einen Helferjob zu übernehmen. 

Viele Hindernisse

Geworben wird für das Projekt unter anderem auf Infotagen. „Das Interesse, arbeiten zu wollen, ist groß, aber die Hürden sind zu hoch“, sagt Junghans. Gerade werde ein Netzwerk an interessierten Unternehmen aufgebaut, die Gespräche liefen. „Ziel ist ein flächendeckendes Angebot“, sagt Junghans.

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